Solidarität mit der Protestbewegung im Iran

Wenn faschistische Justiz durchdreht! Harte Strafen im Iran!

Der Justizapparat der Islamischen Republik Iran verurteilte mehrere Menschen zu sehr hohen Gefängnis- und Peitschenstrafen. Am 07.09.2019 wurde bekannt gegeben, dass die verhafteten Arbeiter der Zuckerrohrfabrik Haft Tappeh Herr Esmail Bachshi und Herr Mohammad Khanifar und 5 Redaktionsmitglieder der Zeitschrift „GAM “ aufgrund ihrer Solidarität mit dem Streik der Arbeiter von Haft Tappeh wurden insgesamt zu über hundert Jahren Haft und je 74 Peitschenhieben verurteilt.

Gewerkschaften und Solidaritätsinitiativen im Iran mobilisieren gegen die Terrorjustiz – und rufen auf zur internationalen Solidarität

„Das Regime versucht, die Protestbewegung und die gesamte Gesellschaft einzuschüchtern und zurückzudrängen. Ähnliche Urteile wurden bereits gegen Frauenechtsaktivistinnen, gegen die Gefangegnen des 1. Mai, gegen Lehrer, Studenten und andere Aktivisten ausgesprochen. Allerdings konnte all dies die weit ständigen Proteste nicht zum Schweigen bringen – erst diese Woche marschierten die Arbeiter von HEPCO und Azar Aab in der Stadt Araak in der Provinz Markazi und stellten der Regierung ein 10tägiges Ultimatum um ihre Forderungen zu erfüllen, sonst würden sie mächtigere Proteste mit Mobilisierung der Bevölkeung organisieren.

Erklärung des iranischen Schriftstellerverbands* Samstag, den 07.09.2019 / (iranisch: 16.06.1398)

Heute wurden die Urteile gegen die Angeklagten von Haft-Tapeh im Internet veröffentlicht. Mehr als insgesamt ein Jahrhundert Gefängnisstrafe für Esmail Bakhshi, Sepideh Gholyan, Mohammad Khonifar, Amir Hohssein Mohammadi-Fard, Sanas Alahyari, Asal mohammadi und Amir Amirgholi. Zwei der sieben Personen sind Arbeiter der Zuckerfabrik Haft-Tapeh und die anderen sind Unterstützer*innen der protestierenden Arbeiter*innen und berichteten über ihre Kämpfe im Internet. Nun, nach mehrmonatiger Haft und dem Erdulden unterschiedlichster Formen von Schikanen hat der Richter Moghyeseh vier von ihnen als Redaktionsmitglieder der Internetzeitschrift Gam (Schritt) zu je 18 Jahren und Sepideh Gholyan als fünftes Mitglied der Redaktion zu 19,5 (neunzehneinhalb) Jahren Gefängnis verurteilt. Zur Erklärung dieser Extremurteile wäre ein Hinweis auf die bestehenden Verhältnisse, die Fülle der Forderungen und Proteste sowie die Absicht der Herrschenden, Angst und Schrecken zu verbreiten, zwar notwendig aber nicht ausreichend. Es ist besser, einen genaueren Blick auf die eingesetzte Methode und die Quelle zu werfen, aus der diese Art der Urteilsfällung gespeist wird.

Protestschreiben von fünf französischen Gewerkschaftsverbänden an die iranische Regierung

Die französischen Gewerkschaften, die diesen Text unterzeichnen, verurteilen aufs Schärfste diese unerträgliche Repression. Sie fordern das Iranische Regime auf, die internationalen Abkommen und die von ihrer Regierung ratifizierten Abschlüsse zu respektieren. Sie fordern die Freilassung aller inhaftierten Gewerkschafter, Journalisten und Aktivisten sowie den Stopp der repressiven Maßnahmen.

Die Repression gegen GewerkschafterInnen im Iran wird weiter verschärft

Die Terror-Urteile und willkürlichen Festnahmen – bis heute – die am 1. Mai 2019 in Teheran stattfanden und jetzt von der iranischen Klassenjustiz „abgearbeitet“ werden sollen, sind nicht zufällig so brutal ausgefallen, wie auch LabourNet Germany bereits mehrfach berichtet hatte.

Protestaktion gegen Stadionverbot für Frauen; Iranerin zündet sich selbst an und stirbt - weil sie Strafe für Stadionbesuch fürchtete

Dienstag, 10.09.2019, 19:34 ; Eine junge Frau ist nach einer Protestaktion gegen das Stadionverbot für Frauen im Iran gestorben. Sie hatte sich vergangene Woche vor einem Teheraner Gericht mit Benzin übergossen und angezündet. Am Montagabend erlag sie im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie iranische Medien berichteten.

10 Jahre und Auspetschung. Neue Terror-Urteile gegen Teilnehmerinnen der diesjährigen 1. Mai-Aktivitäten in Teheran

Am 13. August 2019 fand der Prozess gegen Marzieh Amiri in Teheran statt. Die Studentin wurde wegen ihrer Beteiligung an den 1. Mai Aktionen in Teheran zu sage und schreibe 10 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt

TUC fordert iranische Regierung auf, die Unterdrückung der arbeitenden Bevölkerung einzustellen

Wir bekunden öffentlich unsere Solidarität mit den unterdrückten Arbeitern des Iran und zur unterstützenden Unterstützung ihrer Proteste und Streiks zur Verwirklichung der Grundrechte im Iran. Der TUC ist entsetzt über die jüngsten Berichte, wonach die iranische Regierung Arbeitnehmer wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten angreift und inhaftiert. Dazu gehört auch die schwere Polizei- und Zivilpräsenz bei der 1. Mai-Veranstaltung des Vahed-Syndikats in Teheran, die von anderen unabhängigen Arbeits- und Studentenorganisationen unterstützt wurde. Berichten zufolge griffen Sicherheits- und Nachrichtendienste die Teilnehmer eine halbe Stunde nach ihrer Versammlung an und griffen mehrere Personen gewaltsam an. Mehr als zwanzig wurden Berichten zufolge verhaftet.

1.Mai 2019 in Tehran

Gewerkschaftsdemonstrationen vor dem Parlament und dem „Arbeiterhaus“ in Teheran – erneut Festnahmen und Repression als Reaktion auf sozialen Protest

ITF kritisiert die Verfolgung von Gewerkschaftsaktivist*innen im Iran

ITF kritisiert die Verfolgung von Gewerkschafts- aktivist*innen im Iran

Aufruf zum Protest gegen die Verhaftung der Gewerkschafter im Iran!

Netzwerk für Solidarität mit der Protestbewegung im Iran

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Ationen

Protestschreiben von fünf französischen Gewerkschaftsverbänden an die iranische Regierung

Die französischen Gewerkschaften, die diesen Text unterzeichnen, verurteilen aufs Schärfste diese unerträgliche Repression. Sie fordern das Iranische Regime auf, die internationalen Abkommen und die von ihrer Regierung ratifizierten Abschlüsse zu respektieren. Sie fordern die Freilassung aller inhaftierten Gewerkschafter, Journalisten und Aktivisten sowie den Stopp der repressiven Maßnahmen.

Unser Standpunkt.

Es lebe der 1. Mai

Über die Lage der Arbeiterbewegung im Iran

ursache-und-hintergrunde-der-aktuellen-protestbewegung-im-iran


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