TUC fordert iranische Regierung auf, die Unterdrückung der arbeitenden Bevölkerung einzustellen

10 Mai 2019

Wir bekunden öffentlich unsere Solidarität mit den unterdrückten Arbeitern des Iran und zur unterstützenden Unterstützung ihrer Proteste und Streiks zur Verwirklichung der Grundrechte im Iran.

Der TUC ist entsetzt über die jüngsten Berichte, wonach die iranische Regierung Arbeitnehmer wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten angreift und inhaftiert. Dazu gehört auch die schwere Polizei- und Zivilpräsenz bei der 1. Mai-Veranstaltung des Vahed-Syndikats in Teheran, die von anderen unabhängigen Arbeits- und Studentenorganisationen unterstützt wurde. Berichten zufolge griffen Sicherheits- und Nachrichtendienste die Teilnehmer eine halbe Stunde nach ihrer Versammlung an und griffen mehrere Personen gewaltsam an. Mehr als zwanzig wurden Berichten zufolge verhaftet.

Der TUC steht hinter dem Syndikat der Arbeiter von Teheran und den Vororten der Busgesellschaft. Wir verurteilen entschieden das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten und fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Inhaftierten am 1. Mai.

Die Arbeiter im Iran haben, wie jeder Arbeiter auf der Welt, das Recht, sich in der Öffentlichkeit zu versammeln und zu protestieren, um ihren Stimmen und Anforderungen Gehör zu verschaffen. Das Recht auf Organisation sowie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind Teil unserer international anerkannten Rechte. Die anhaltende Unterdrückung der Arbeiter im Iran und der Mitglieder des Vahed-Syndikats muss beendet werden.

Das Iranische Revolutionsgarden (IRGC) ist ein wichtiger Arbeitgeber im Iran. Das IRGC und seine Vertreter üben maximalen Druck auf die Arbeitnehmer aus, indem sie ihre Löhne für Monate oder Jahre zurückbehalten. Die Situation für iranische Arbeiter verschlechtert sich von Tag zu Tag, wobei Armut, Arbeitslosigkeit und Inflation immer mehr an Bedeutung gewinnen. Jeder Streik und jede legitime Forderung nach Rechten wird als Akt gegen die nationale Sicherheit bezeichnet und mit Verhaftungen, Belästigungen und Misshandlungen konfrontiert.

Der TUC fordert die Regierung der Islamischen Republik Iran weiterhin auf, die Rechte der Arbeitnehmer zu achten, jeden einzelnen inhaftierten Gewerkschafter unverzüglich freizulassen und seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten, die im Rahmen des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESCR) und des Internationalen Verpflichtungen über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), die beide vom Iran ratifiziert wurden, gewährleistet sind.

Der TUC und die globale Gewerkschaftsbewegung sind aufmerksam. Unsere Forderungen müssen dringend erfüllt werden!

Schreiben Sie einen Kommentar